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Forest Pathology and Dendrology
 
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Hymenoscyphus pseudoalbidus, Erreger des Eschentriebsterbens

symptoms

Eine neue Krankheit, die zum Absterben von Eschen (Fraxinus excelsior) führt, wurde im Jahr 2008 erstmals in der Schweiz nachgewiesen, nachdem sie bereits vorher in anderen Ländern erhebliche Schäden verursacht hatte. Symptome sind Rindennekrosen (Abb. 1, 2) und das Welken von Blättern (Abb. 3).

Kowalski, T., Holdenrieder, O. (2008): Eine neue Pilzkrankheit an Esche in Europa. Schweiz. Z. Forstw. 159 (3): 45-50.
Kowalski, T., Holdenrieder, O. (2009): Pathogenicity of Chalara fraxinea. Forest Pathology 39: 1-7.
Pautasso, M., Aas, G., Queloz, V. and Holdenrieder O. (2013): European ash (Fraxinus excelsior) dieback - A conservation biology challenge. Biological Conservation 158: 37–49.

cultures

Verursacher ist der Pilz Chalara fraxinea, die Nebenfruchtform (asexuelle Form) eines Askomyzeten. Der Pilz bildet langsam wachsende Kulturen (Abb. 4, Unterseite Abb. 5) und charakteristische Sporenträger (Abb. 6). Die Sporen sind klebrig und spielen offenbar für die Übertragung der Krankheit keine Rolle, sondern dienen als Geschlechtszellen (Spermatien).

Kowalski, T. (2006): Chalara fraxinea sp. nov. associated with dieback of ash (Fraxinus excelsior) in Poland. Forest Pathology 36 (4): 264 - 270.
Gross, A., Zaffarano, P.L., Duo, A. and Grünig C.R. (2012): Reproductive mode and life cycle of the ash dieback pathogen Hymenoscyphus pseudoalbidus. Fungal Genetics And Biology 49: 977–986.

hff

Erst mit der Entdeckung der Hauptfruchtform (sexuelle oder Ascusform) (Abb. 7, 8; Durchmesser der Fruchtkörper bis 3 mm), deren Sporen in Asci (Abb. 9) gebildet und mit dem Wind verbreitet werden, konnte die rasche Ausbreitung der Krankheit erklärt werden. Die Hauptfruchtform bildet sich im Sommer auf abgefallenen Eschen-Blattstielen in der Streu (Abb. 7, 8). Dieser Pilz wurde mit Hilfe molekulargenetischer Methoden als neue Art erkannt und unter dem Namen Hymenoscyphus pseudoalbidus beschrieben. Der Krankheitserreger wurde aus Ostasien nach Europa eingeschleppt. Es gibt daneben noch eine zweite, morphologisch kaum unterscheidbare Art (Hymenoscyphus albidus), die bereits seit 1851 aus Europa bekannt ist und die sehr wahrscheinlich harmlos ist. Mit dieser Art (H. albidus) wurde der aktuelle Krankheitserreger (H. pseudoalbidus) anfangs verwechselt. Wir untersuchen die Biologie des Krankheitserregers und seiner Schwesterart mit dem Ziel, die Ursachen der Pathogenität zu verstehen und Strategien für die Bekämpfung des Eschentriebsterbens zu entwickeln.

Gross, A., Holdenrieder, O., Pautasso, M., Queloz, V. and Sieber T.N. (2013): Hymenoscyphus pseudoalbidus, the causal agent of European ash dieback. Molecular Plant Pathology 15: 5–21.
Queloz, V., Grünig, C.R., Berndt, R., Kowalski, T., Sieber, T.N. & Holdenrieder O. (2011): Cryptic speciation in Hymenoscyphus albidus. Forest Pathology 41: 133-142.
Queloz, V., Grünig, C.R., Berndt, R., Kowalski, T., Sieber, T.N. & Holdenrieder O. (2012) Corrigendum. Forest Pathology 42: 352-352

 

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